Donnerstag, 5. Februar 2015

Macht es den Kindern nach ...

In den letzten Tagen habe ich versucht, Worte zu den Themen "Pegida", "Islamismus", "Fanatismus" und "Ausgrenzung" zu formulieren. Es ist mir nicht gelungen, die richtigen Worte zu finden. Mir fehlt das Verständnis für Leute jeglicher Couleur, die so viel Wut oder gar Hass entwickeln - und das gegenüber Leuten, die ihnen nichts getan haben, die einfach nur anders sind.

Das gilt in meinen Augen für alle Leute mit extremen Forderungen und Ansichten, ob sie nun religiöse Gründe vorschieben oder nationale bzw. nationalistische oder gar "Vernunftgründe". Alles nur vorgeschoben, denn in Wirklichkeit will man sich einfach nur an anderen, "die nicht so sind wie ich", abreagieren, die eigene aufgestaute Unzufriedenheit und Wut an willkommenen Opfern loswerden. Das ist aber keine Lösung der eigenen Probleme. So wird man sie nicht los.

Dieses Video, das ich bei Facebook beim Anklicken der Seite "NOPEGIDA" entdeckt habe, verdeutlicht ohne viele weitere Worte, wie das Thema "Ausgrenzung" aus der Sicht von Kindern aussieht:




Müssen wir Erwachsenen uns erst von diesen Kindern beschämen lassen, bevor wir einsehen lernen, was wirklich wichtig ist und wie wir uns verhalten sollten?

Nachtrag: Hier setze ich als Erinnerung vor allem für mich, da es in der Mediathek nicht mehr aufrufbar ist, das Video auf YouTube von Report Mainz SWR - "Wie Pegida das Land verändert":

http://www.youtube.com/watch?v=7M6yc95bZ4s 

Der Schluss des Videos bringt es auf den Punkt:
Zitat Professor Hajo Funke, Rechtsextremismus-Forscher: "Pegida hat ein Klima entfesselt, das Gewalt will. Es geht dann doch gegen die Fremden, gegen Multikulti, gegen Migranten, vor allem aber Muslime. Und das Ergebnis sehen wir an der Erhöhung der Gewaltzahlen".

Resümee der Sendung: Die Angst der Migranten in Dresden ist also begründet. Selbst wenn Pegida das gar nicht will: Rechten Gewalttätern scheint die von der Bewegung erzeugte Stimmung bundesweit Ansporn zu sein - Ansporn, ihren Hass auszuleben.

Kommentare:

  1. Liebe Irmgard,
    ich gebe dir Recht, ich finde für diese Menschen keine Worte. Ich meide sie
    und werde mich auf keinen Fall auf Diskussionen einlassen. Sie sind wirklich so voller Hass und Wut - und das macht sie unberechenbar.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich denke, da geht es vielen so wie uns. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich solche Leute bestätigt fühlen, wenn man nichts dagegen sagt. In meiner Vergangenheit habe ich zu oft den Mund gehalten - heute halte ich dagegen, wenigstens bei den Menschen, bei denen es einen Sinn macht, weil sie vielleicht umzustimmen sind. Manche sind aber schon so festgefahren in ihren Ansichten, dass es wenig Sinn macht, sie umstimmen zu wollen. Aber ich mache klar, was meine Meinung ist.
      Danke, liebe Irmi, dass Du wieder mal bei mir Besuch machst. Ich bin ja nur noch so selten auf Bloggerrunde.
      Liebe Grüße, Irmgard

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  2. das stimmt - unsere Welt soll bunt sein und bleiben!
    LG
    Helga

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    1. Liebe Helga,
      es freut mich sehr, dass auch wir beide, wie so oft, ähnliche Ansichten haben. Natürlich akzeptiere ich auch Kommentare mit gegenteiliger Meinung. Aber ich freue mich doch, wenn ich Menschen mit ähnlichen Ansichten im Netz finde.
      Wir Menschen lieben das Gewohnte, das Bekannte, schrecken vor Neuem, Ungewohntem, Fremdem zurück. Aber wir dürfen nicht aufhören, auf andere zuzugehen, denn nur so kann ein angenehmes Miteinander entstehen.
      Liebe Grüße, Irmgard

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